
„Aktiv“ wurden die Wolkeringer Bürger, als Ende der 1980er Jahre Stadt und Landkreis Regensburg nach einem Standort für eine Mülldeponie suchten. Nur wenige hundert Meter entfernt vom Ortsrand von Wolkering befand sich der geplante Standort. Beinahe die gesamte Bevölkerung von Wolkering und Bürger aus den Gemeinden Pentling und Alteglofsheim bekämpften in mehreren Demonstrationen (u.a. vor der Regierung der Oberpfalz), den Deponiestandort, da dieser gänzlich ungeeignet war und die Lebensqualität der Menschen in den umliegenden Dörfern stark beeinträchtigt hätte. Schließlich obsiegten die Argumente der Deponiegegner, auch Aufgrund eines Systemwechsels hin zu mehr Recycling und der ausschließlich thermischen Verwertung des Restmülls. Ein nicht unerheblicher Teil der politisch interessierten Bürgerschaft, wollte nie mehr in die Situation kommen, beinahe ohnmächtig, einer politischen Entscheidung gegenüber zu stehen. Deshalb entschloss sich 1995 eine unabhängige Wählergemeinschaft, zur Kommunalwahl 1996 in der Gemeinde Thalmassing unter dem Namen „Aktive Bürger“ eine Liste von Gemeinderatskandidaten zu stellen. Die Liste der Aktiven Bürger errang damals beinahe 10 % der gültigen Stimmen und ist seither mit einem Sitz im Gemeinderat vertreten. Die Gemeinderäte der Aktiven Bürger haben immer konstruktiv im Gemeinderat mitgearbeitet und eigene Initiativen, zum Wohle aller Bürger und Gemeindeteile, eingebracht. Die Aktiven Bürger unterstutzen ihren jeweiligen Gemeinderat mit ihrem persönlichen Fachwissen und ihrer Lebenserfahrung, setzen Impulse und weisen auf Missstände hin.
Wir setzen uns ein für:
1. Mehr Lebensqualität für alle Ortsteile
- Treffpunkte schaffen und Begegnungsmöglichkeiten fördern
- Unterstützung von Vereinen und ehrenamtlichem Engagement
- alternative Mitfahrgelegenheiten anstoßen
- sichere Fuß- und Radwege ausbauen
2. Nachhaltig und umweltfreundlich für die Zukunft unserer Gemeinde
- Ressourcen effizient nutzen
- Mehrwert statt Mehrkosten – vernünftig planen
- Öffentlichen Nahverkehr ausbauen
- Natur und Lebensraum erhalten – nachhaltig handeln
3. Mitreden, Mitgestalten, Mitentscheiden
- Offene Gremien– transparente Kommunalpolitik für alle
- Jugend beteiligen – Zukunft mitgestalten
- Bürgerbeteiligung und Gleichberechtigung leben
- Barrieren abbauen – Inklusion fördern
Zukunftsorientiert handeln
- Vorhandene Fördermittel für ländliche Entwicklung ausschöpfen
- Leitbild verfolgen – mittel- und langfristig planen
- Klein- und Mittelständische Betriebe unterstützen
- eine ausgewogene Dorfstruktur anstreben
